01.10.2017:
37. Milwaukee Lakefront Marathon
Bolle ist wieder (oder immer noch) in den USA unterwegs, inzwischen aber im Staate Wisconsin. Hier arbeitet und sportet er mit Heiko; die beiden haben kürzlich
auch den Usedom-Marathon zusammen bestritten.
Werfen wir einen kurzen Blick auf die US-Karte, um den Standort etwas genauer zu erfassen; wir befinden uns in den Nordstaaten, nun aber auf der westlichen Seite
des Lake Michigan:
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| Google markiert Milwaukee in Wisconsin |
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Die Ausgabe der Startunterlagen erfolgt im "The Westin Milwaukee", einem Hotel an der Lakefront und unweit des Zielbereiches.
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| "Hallo Runners" - damit sind definitiv wir gemeint |
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Hier findet die übliche Marathonmesse statt, mit Klamottenverkauf und Werbung für allerlei Laufveranstaltungen und Hersteller. Die Unterlagen sind schnell
gegriffen, wie meist in den Staaten gibt es auch hier ein Shirt (heute Langarm). Interessant ist, dass man sich bereits vor dem Lauf "Finisher-Shirts" kaufen kann.
Wer macht denn so was?!
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| Ein paar Madels sitzen im Ball room ... |
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| ... andere präsentieren sich an den Zeitnahme-Schildern |
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Start und Ziel liegen bei diesem Marathon weit auseinander, so ca. 26 Meilen. Der Lauf wird nördlich von Milwaukee im kleinen Ort Grafton starten. Von der
dortigen High school führt der Weg nach Süden zur Lakefront in Downtown Milwaukee.
So sieht die Wegführung, ungefähr, auf der Landkarte aus:
Der Veranstalter hat folgenden, zweigeteilten, Streckenplan auf der Webseite veröffentlicht: hier ist die Nord-Südausrichtung zu beachten. Wie erwähnt: der Weg
führt stramm nach Süden.
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| dies ist der erste Streckenabschnitt, in Grafton startend |
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| dies ist der zweite Streckenabschnitt mit dem Milwaukee |
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Milwaukee, by the way, ist die größte Stadt des Bundesstaates, aber nicht die Hauptstadt!
Und eine der bekanntesten Motorradschmieden überhaupt, Harley Davidson, hat hier seine Fabriktore eröffnet und ist noch immer präsent. Unweit des "Westinn" findet man
das "Harley-Davidson Museum", ein MUSS für jeden Technikinteressierten. Heiko und Bolle nutzen die Chance ...
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| Modell 1 von 1905 |
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| das Begrüßungsmodell am Eingang des Museums, von 1935 |
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| eine schöne Spielwiese |
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Nun zum Lauftag:
es wird empfohlen, Parkplätze in der Nähe des Zielbereiches und Shuttle-Busse zum Start zu nutzen. Und so wird es auch gemacht; mit den bekannten gelben Schulbussen
wird gegen 6Uhr morgens der Weg nach Grafton angetreten.
Das bedeutet aber auch: früh aufstehen, gegen 4 Uhr. 4.30Uhr gibt es lecker Frühstück in Heiko's Zimmer, Brötchen mit Nutella. Dann wird das Auto auf dem Parkplatz
"Italian Community Center" (ICC) abgestellt, bereit zur Abholung nach Zieleinlauf.
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| Schulbusse am ICC, bereit für die Fahrt zum Startpunkt in Grafton |
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Die Fahrt im Bus ist holprig; die Strassen sind manchmal sehr bescheiden und der Bus verfügt über keine Federung, die diesen Namen verdient. Während die Temperaturen
am Anfang der Fahrt angenehm warm sind, kühlt die Fahrerin den Gastraum auf Kühlschrank-Niveau herunter. Fürchterlich! Was müssen die Kids wohl aushalten? Oder
ist das vielleicht gewollte Abhärtung?
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| Shuttlefahrt im gelben US-Schulbus. Wer kann, macht die Augen noch mal zu |
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Egal, die Fahrt endet erfolgreich an der Grafton-High school. Es ist noch knapp eine Stunde Zeit, bis der Lauf startet. Man kann in die Schule hinein und sich
einen warmen Platz suchen. Getränke werden gereicht.
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| Grafton; am Startort angekommen |
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Heiko und Bolle machen es sich in der Schul-Sporthalle bequem. Einige Heißsporne erwärmen sich mittels Gymnastik und Laufübungen. So was ist den beiden
Deutschen zuwider - wer benötigt bei einem 42km-Lauf schon Aufwärmung?!
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| hier sind scheinbar die "Black Hawks" zu Hause |
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| Rastplatz in der Turnhalle |
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| Heiko posiert vor der "Wall of Shame" der Grafton High School |
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Ab 7.20Uhr machen sich die Spätzünder auf den Weg zum Startbereich; die Klamotten werden abgeworfen und eine geeignete Position am Ende des Feldes gesucht.
Heiko nimmt sich wieder eine Wasserflasche für unterwegs mit, er hat damit offenbar gute Erfahrungen gesammelt.
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| Klamotten weg, dann geht es zum Startbereich |
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Jeder darf sich gemäß seiner Leistungsfähigkeit im Starterfeld einsortieren. Aber wohin gehört man denn nun? In die 3, 4 oder 5-Stunden-Abteilung?
Ach was! Hauptsache, man kommt am selben Tag an!
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| die heutige Devise heißt: ankommen! Möglichst am selben Tag |
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Die Nationalhymne wird gespielt, dann setzt sich das Feld in Bewegung.
Tja, was gibt es zum Marathon selbst zu sagen? Es wird immer auf Strassen gelaufen, ca. alle 2 bis 4 Meilen gibt es "Verpflegungsstationen". Das bedeutet mal
wieder: keine wirkliche Nahrung. Wasser und Gatorade sind immer verfügbar, Gel gelegentlich. Aber wo bleibt feste Nahrung?!
Dafür sind jede Menge enthusiastische Menschen am Wegesrand mit einfallsreichen Schildern wie "you could have chosen chess".
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| Jede Menge Sprüche am Wegesrand |
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Und es gibt Musik; meist aus Boxen. AC wird gespielt und, wie welch Zufall, Tom Petty. Dies wird einen Tag später Bedeutung erlangen, da die Nachrichten plötzlich
den Tod des Musikers verkünden. Während die ersten Meldungen noch "Vermutungen" sind, wird die Meldung später offiziell bestätigt: Tom ist nach Herzanfall verstorben.
Oje, wieder ein Guter gegangen!
An der Laufstrecke gibt es auch Live-Musik, und sogar ziemlich gute.
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| diese beiden Kollegen haben richtig gute Musik gespielt |
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Unterwegs kommen Heiko und Bolle mit der französischen Läuferin CELINE DELATRECHE in Kontakt; Celine trägt das gelbe Shirt der "Marathon Maniacs" und wird am
kommenden Wochenende, so wie auch Heiko, am Marathon in Chicago teilnehmen. Die 3 treffen sich immer mal wieder auf der Strecke und tauschen weiterhin Infos aus,
laufen dann aber getrennt in Richtung Milwaukee.
Am Wegesrand reichen Anwohner gelegentlich Salzgebäck, Getränke und Früchte. Der eine oder andere greift zu ...
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| an der Laufstrecke |
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Entgegen der ursprünglichen Planung, einfach nur gemütlich und in vielleicht 5 Stunden das Ziel zu erreichen, sind Heiko und Bolle relativ zügig unterwegs.
Ursache dafür dürften die relativ niedrigen Temperaturen am Morgen sein. So überlaufen beide die Zeitnahme der Halbdistanz in weniger als 2 Stunden. Relativ spät
beginnen sie mit "gehen", machen auch ein paar Fotos.
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| So viel Zeit muss sein ... |
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Die Küstenlinie des Lake Michigan sieht man fast gar nicht, erst innerhalb der Stadtgrenzen von Milwaukee. Hier machen die beiden Läufer einen kurzen Abstecher
zum Sightseeing ...
Auf den letzten Kilometern, man kann die Skyline von Milwaukee nun schon sehen, faselt Heiko plötzlich was von persönlicher Bestzeit; er ist noch nie
unter 4,20h gelaufen und sieht am heutigen Tage die Chance dazu. Ein Blick auf die Uhr bestätigt dies. Also los; ohne Gehpause gilt es die letzten 1,5km
zu absolvieren.
Und dann ist es geschafft; in etwas unter 4.20h beenden beide den Lakefront-Marathon, für Heiko die Bestzeit.
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| Heiko ist im Ziel und blickt zurück |
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Und gleich nach der Medaillenübergabe treffen die beiden Deutschen erneut auf Celine, die etwas mehr als 4 Stunden für den Lauf benötigt hat. Die 3 stellen sich
zum Gruppenfoto auf und lassen die europäische Union hochleben!
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| Sieg für Europa |
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Die verdiente Medaille in Nahaufnahme:
Zusammen mit dem Langarmshirt gibt es dieses Lakefront-Gesamtpaket für Finisher:
Im Zielbereich kann man sich Bier greifen, von der örtlichen Lakefront-Brauerei zubereitet und kostenlos ausgegeben. Wer mag, darf Trinkgeld geben.
Es sind reichlich Sitzplätze an der Zieleinlaufgasse vorhanden, der ideale Platz zum beobachten. Bier in der Hand, Nahrung auf dem Grill.
Das Wetter ist gut und lädt zum verweilen ein, was will man denn noch...?!
Und so sieht man aus, wenn man zufrieden ist und eine neue Bestzeit erlaufen hat:
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| kurze Rast auf der Wiese und schnell Erfolgsmeldungen versenden |
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| Prost auf den schönen Tag, Milwaukee, den Lakefront Marathon und .... ach ... einfach alles |
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2292 Teilnehmer werden in den Ergebnislisten geführt. Dies sind die Resultate der 3 Hauptakteure:
Die online-Ergebnisse findet man hier":
Milwaukee Lakefront Marathon