Herr Fieberg war hat im Vorjahr am Dünenläufer teilgenommen und über seine Erlebnisse berichtet. Nun sind 4 Runners gefolgt und haben an der 2019er Auflage teilgenommen.
Die beiden Meinis haben sich frühzeitig angemeldet und wollen sich die lange Distanz als Team teilen. Matthes hat kurz vor Ablauf der Anmeldefrist zugeschlagen und wird die 24km
laufen. Bolle ist Nachmelder und wird am langen Kanten teilnehmen. Das alles ist möglich, denn folgende Wettbewerbe werden angeboten:
Am Freitag passieren mehrere Sachen:
in Stralsund findet der Weintreff mit Wettkampfvorbereitung statt.
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| Weintreff am Freitag |
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Fash und Bolle ziehen um ins "Salsa" zur weiteren Besprechung der anstehenden Wettkämpfe und deren Bewältigung. Fash kann wirklich hilfreiche Ideen liefern wie "Cuba trinken" oder
"Mozarilla Sticks" konsumieren. Auf dem Weg nach Hause wird Fash langschlagen und Aua melden!
Matthes reist an diesem Freitag mit seinem Wohnklo nach Graalmüritz und parkt in exponierter Lage am Rhododendronpark. Die Lage ist so gut, dass die herrlich frische Seeluft überall
zu riechen ist.
NEIN, es ist keine frische Seeluft, sondern ekelhafter Gestank aus der Kanalisation!
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| erstklassige Parkposition über dem Kanal |
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Matthes hat bereits am Abend einen unangenehmen Geruch wahrgenommen, konnte aber die Quelle nicht lokalisieren. Er hat an der Dusche geschnüffelt, am Klo, an seinen
Sportklamotten ... nix. Jetzt, wo sich die Runners in seinem Wohnklo umziehen wollen, entschuldigt er sich schon von Weitem für die Geruchsbelästigung. Mit Meini ist nun aber
ein Profi zugegen, der sofort seine Spürnase einsetzt. Und es dauert nicht lange, bis sich Meini bis zur Quelle vorgearbeitet hat. Matthes hat doch tatsächlich direkt über der
Wohnstätte des Kanal-Aals geparkt! Und da nach dem Einparken der Lüfter nachgelaufen ist, hat er sich unmittelbar Dampfschwaden ins Wageninnere gesaugt.
Wer ist sonst noch zugegegen?
Jens Hunhold ist im Norden unterwegs und läuft den dritten Tag am Stück. Außerdem sind Michael Wichmann von der "SWG05 Berlin",
ein Arbeitskollege von Matthes und Ricardo Seidel vom "SC Laage" am Start. Michael läuft natürlich die Langdistanz, Ricardo ist heute in einer Staffel aktiv.
Es wird zum Start gegeten; Matthes, Meini und Bolle reihen sich am Ende ein. Der Beamte muss sich nun gedulden und warm halten. Los geht's ...
Vom Rhododendronpark führt die Strecke zur ersten Teilrunde in Richtung Markgrafenheide. Es dauert nicht lange bis zum Strandbesuch mit tollem Blick auf die Ostsee mit Regenbogen.
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| Heute sehen wir: das Meer |
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Kurve hier, Schlenker dort ... ab in den Wald. Überall sprießen Pilze aus dem Boden, manche tragen eine auffällige rote Mütze.
"Was, die Dinger wollen Sie braten?! Ja haben Se denn schon ne Grabstelle?" - so macht man sich bei der Pilzberatungsstelle im
Forstamt Stenkelfeld über Pilzunkundige lustig.
Meini soll wegen seiner Erkältung das Tempo vorgeben, so wurde es beschlossen. Doch Matthes und Bolle traben irgendwann immer schneller vorneweg, Kilometerzeiten von 5.14min
spuckt die gesprächige Uhr an Matthes' Handgelenk aus. An den Verpflegungspunkten wird gehalten und mit den Helfern kommuniziert. Die Getränke, Wasser, Cola, Iso, sind kalt,
dazu gibt es Bananen und Gurken. Jawohl: Gurken! Das sieht man auch nicht alle Tage!
Meini fällt dann etwas zurück, die anderen beiden bemerken das sehr spät und laufen daher weiter. Matthes erzählt dann noch eine tolle
Geschichte über Sauna und Sigmund Jähn. Der Kosmonaut ist ja kürzlich erst verstorben und nun plötzlich Protagonist in einer anderen Welt.
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| Willkommen im norddeutschen Wald |
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Obwohl Matthes über die "viel zu schnellen" Kilometerzeiten jammert, ist er mit der Halbmarathonzeit nicht zufrieden. Er ist beim Usedom-Marathon vor ca. einem Monat ziemlich gute
1.55h gelaufen, das scheint nun der Gradmesser. Nach 2,15h kommt der Rhododendronpark in Sicht und damit der Knotenpunkt des heutigen Lauftages. Für die 24km - Läufer ist hier
Feierabend, für die Paarläufer Wechselzone, für die Langstreckler der Start in die 2. Teilrunde.
Matthes schwafelt unterwegs davon, dass er sich auch die Langstrecke vorstellen könne. Bolle dagegen würde jetzt gerne Feierabend machen. Doch das verhindert Matthes durch eine klare
Ansage:
"Nix Fettie, Du läufst schön weiter! Sind doch nur noch 20km.".
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| Matthes ist im Ziel, Bolle hält Ausschau nach der 2. Runde |
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Matthes läutet die Finisher-Glocke, Bolle wird von Helfern weitergelotst zur 2. Runde. Im Park wird eine kleine Schleife gedreht, hier warten die Zweitläufer
der Teams und somit auch der Beamte. Für die Paarläufer ist nicht ganz klar, wo sich die Wechselzone befindet. An der Ziellinie jedenfalls nicht! Und so kommt es wohl auch
beim Wechsel der Meinis zu Unstimmigkeiten. Der kleine Meini muss nämlich die Ziellinie queren und in die Parkrunde starten. Muss man wissen!
Hier geht jedenfalls etwas Zeit verloren ...
Runde 2 führt aus dem Park hinaus in Richtung Dierhagen. Die Promenade wird belaufen, dann leiten fleißige Helfer in den Wald.
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| die heutige Strecke: rot offizielle Linie, blau Teilrunde 1, grün Teilrunde 2 |
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In Neuheus / Dierhagen kommt den erfahrenen Läufern des Staffelmarathons die Strecke bekannt vor:
man kennt plöztlich die Gegend, es geht nur in anderer Richtung die Dierhagen-Runde entlang. Fast: denn irgendwann wird von der bekannten Strecke abgebogen und eine
große, etwa 10km lange, Runde im Wald gelaufen. Die Helfer, die immer wieder an den Weggabelungen stehen und die Richtung weisen, stehen allein auf weiter Strecke. Das muss doch
ziemlich langweilig sein und in dieser Jahreszeit auch kalt?!
Wer den Wald verlässt, kommt zu einer Verpflegungsstation, die man schon auf der Hinrunde besucht hat. Von hier ist es nun wirklich nicht mehr weit bis zum Ziel in Graalmüritz.
Vielleicht noch 4km!
Eine kurze Passage in Waldnähe, dann geht es zurück auf die Promenade in Richtung Graalmüritz. Da kommt ein Radfahrer entgegen und meldet, dass gleich die Marathon-Wertung erfolgt.
Ach ja, da war noch was! Mitten auf der Promenade ist ein großer "Zielbogen" errichtet. Aber dies ist nicht das Ziel; hier erfolgt die Zeitnahme für die Marathonwertung. Zum
Ziel sind es noch etwa 1,5km.
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| Marathonwertung auf der Promenade |
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Bolle, der faule Sack, geht mal wieder. Beim Blick zurück erkennt er in weiter Ferne die rote Jacke eines Läufers. Eines ist klar: die Rotjacke kann den Dicken nicht mehr einholen,
also kann man auch mal wandern. Und kurz vor dem Ziel, es sind vielleicht noch 300 Meter, sitzt bei den Helfern ein für Bolle bekanntes Gesicht:
Tino Lingnau aus Berlin
Tino und Bolle waren 2018 auf Aitutaki (Cook Inseln) unterwegs und haben den dortigen Marathon gemeinsam ins Ziel gebracht. Das bleibt im Hirn hängen, weil ziemlich außergewöhnlich!
Bolle bleibt an diesem Streckenposten kleben und muss Gedanken austauschen. Was waren das für tolle Momente auf Aitutaki!
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| Erinnerungen an 2018: Tino und Bolle in der Südsee |
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Die Rotjacke kommt näher und entpuppt sich als "der große Meini". Spitze, so können die Runners gemeinsam die Ziellinie queren!
Gemeinsam laufen Bolle und Andreas in Richtung Rhododendronpark und treffen plötzlich auf den Meinhold-Clan: offenbar sind Steff und die beiden Kleinen doch angereist und
warten nun im Zielbereich.
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| Bolle und Andreas kurz vor dem Ziel, die anderen Meinis kümmern sich um die wichtigen Dinge |
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Bolle läutet die Zielglocke, dann der Beamte - die Runners sind im Ziel! Und die Zeiten sind ganz ok:
Jammi jammi, jetzt gibt es Biergetränke, Bowu und Schmalzstullen. Ab und an guckt die Sonne noch raus, doch es ist frisch und man sollte sich trockene und warme Klamotten
greifen. Es dauert nicht lange, bis zur Abreise gedrängt wird. Doch zum Abendessen trifft die Meute sich wieder, in der Villa Meinhold. Matthes reist mit Wohnklo nach HST, Fash
wird geladen. Und so schlabbern alle die frisch zubereitete Kartoffelsuppe, auch "Schlamm" genannt.
Hier finden sich die Ergebnisse:
Dünenläufer 2019
Bei den Paarläufern waren 8 Teams am Start, dazu wurden 104 Teilnehmer auf der 24km-Strecke gezählt und 31 Langstreckler. Staffeln gab es auch, genau 17.
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| der Lohn der Mühe: Glocke läuten, Medaille greifen, Schmalzstullen futtern |
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