Wo ein Wille ist, ist auch ein Trail
So locken die Schweriner zum Start in die Saison. Und eine kleine Gruppe der Runners fährt morgens zur 10. Auflage des Seentrails:
Herr Fieburg, bereits erfolgreicher Cup-Läufer und sehr aktiv ins Jahr 2026 gestartet, ist erneut Fahrer und sammelt zusammen mit Fussball-Maik
die Gazelle und Bolle in der Langenstrasse ein. Abfahrt 7.30Uhr mit Stop an der TOTAL-Tankstelle: stolze 2.30Euro werden für Diesel aufgerufen, leicht zu
verschmerzende Konsequenzen der aktuellen Weltlage.
Der lange Kanten (61km) steht NICHT auf dem Plan: Jensen will 17km absolvieren, die 3 anderen gehen auf die 33km-Runde. Der Blick ist bereits auf das Wochenende danach
gerichtet, dann wird in Ückermünde beim Haff-Marathon die Meisterschaft in MV ausgetragen. Wichtiger sind heute Kontaktpflege, Naturkunde an den Schweriner Seen und
Nahrungsaufnahme vor, während und nach dem "Wettkampf".
In Schwerin angekommen geht es zunächst um die Parkplatzsuche in der Nähe "Turnhalle Speicherstraße". Die Läufer der Langstrecke sind bereits unterwegs und haben natürlich
alle nahen Parkplätze belegt. Aber es klappt dennoch: mitten im Wohngebiet finden man noch eine freie Stelle. Schnell die Karre abgestellt, schon beginnt das Verschlingen
der Bananen.
Das Prozedere in der Turnhalle kennt man: elektronische Startkarte (Voucher) auf dem Handy einblenden, Startnummer entgegennehmen. Schnell eine freie Stelle in der Halle
finden, möglichst mit Turnermatte, hinlegen und abwarten. Genau dies gelingt wieder. Man trifft erste Bekannte und tauscht Läufer-Märchen aus; der eine hat AUA, der andere
hat neue Rekorde gebrochen.
Wir wissen: Alois ist dabei, ein alter Bekannter aus Marathonkreisen. Er läuft den langen Kanten und es besteht die Möglichkeit, dass man sich real gar nicht begegnen wird.
Die beiden Kirschen sind angemeldet: Schorsch natürlich für die 61km, sein alter Herr auf der 33km-Runde.
Wir treffen Ronny Kramp, den leistungsstarken Triathlon-Athleten aus unserer Hansestadt. Ronny ist heute auch auf der 33km-Strecke unterwegs, zusammen im 3er Team
auf einem Trainingslauf. Und er hat natürlich tolle Geschichten vom Triathlon in Hamburg, Südafrika und Plänen für die Hawaii-Quali zu berichten.
Bolle freut sich über die Teilnahme von Dirk Pleß, mit dem er in der Vergangenheit schon viele Laufkilometer zusammen bewältigt hat. Dirk nutzt den heutigen Lauf als
Vorbereitung für den bald anstehenden Wein-Marathon in der Pfalz. Und so steht für Bolle schnell fest, dass er mit Dirk um den Schweriner See laufen wird. Das andere Team
der etwas schnelleren Gazellen wird aus Tommy und Maik bestehen. Diese beiden Teams trennen sich schon bald nach dem Start am Schweriner Schloss.
 |
| Team-Bildung am Schloss |
|
|
Die Laufstrecken, sowohl 33km als auch 61km, sind uns bekannt. Glücklicherweise hat es nicht viel geregnet und so sind die Waldpassagen meist fest und somit gut
zu belaufen. Da gibt es bei Kilometer 17 eine ganz interessante Stelle zum abseilen, wo man in den Vorjahren auch schon im Schlamm gebadet hat. Bolle hat noch
alptraumhafte Erinnerungen an sein Schlammbad im Jahre 2023. Heute aber kommt man gut durch und muss nur auf die "normalen" Hindernisse achten. Stolperfallen lauern
überall ...
Bei der ersten Tränke muss man kurz rechts eine Anhöhe hinauf und dort über die Zeitmessung, bevor man gleich wieder umdreht und bergab weiter auf der
offiziellen Strecke läuft. Gazelle berichtet, dass hier jemand die Verpflegung auslassen wollte und so auch den kurzen Anstieg geschnitten hat. Das führt zur
Disqualifikation, denn die Zeitmessung wurde an dieser Stelle ausgelassen. Oje Oje ...
Der Fieberg-Jens startet 11.30Uhr beim "Trail4Fun", der 17km-Runde mit den anteilig meisten Höhenmetern. Schauen wir kurz auf die Streckenführung:
 |
| Streckenführung für Herrn Fieburg |
|
|
Dies sind die offiziellen Längenangaben und Höhenmeter der 3 Laufstrecken:
Große Seenrunde: Länge: 60,6 km, D+/D-: 474 m
Kleine Seenrunde: Länge: 32,88 km, D+/D-: 180 m
Trail4Fun: Länge: 16,8 km, D+/D-: 389 m
Das Team Budnowski / Maik bricht irgendwann ab Kilometer 20 auseinander; Maik bekommt wieder Krämpfe und versorgt sich experimentell mit irgendeiner Salzlake. Der
Bengel lernt auch nicht dazu!!! Tommy dagegen scheint gut in Form zu sein und läuft flüssig nach Hause.
Im Team Bolle / Dirk geht es etwas ruhiger zu. Aber irgendwann hinter Rampe lässt auch Dirk etwas abreißen und Bolle, sich immer wieder umblickend, läuft-walked
in mäßigem Tempo zum Ziel. Dort wartet Gaby, die Gattin vom Dirk, und wundert sich über ihre vermissten Männer. Sohn Stephan ist auf dem langen Kanten unterwegs und kann schnell
laufen. Kurz nach Bolle laufen beide Pleß-Kerle ein und somit kann das Buffet geplündert werden.
 |
| das Team Gazelle / Maik mit Medaillen im Ziel |
|
|
Im Ziel trifft man auch die beiden Kirschen wieder. Außerdem sieht man 2 Berliner: Sascha Dehling, Schnell-Läufer auf der 61er Strecke und Patricia, die wegen einer
gebrochenen Schulter heute "nur" zuschauen und ihren Kerl anfeuern kann. Auf weitere Bekannte, Alois und den Cunow, können wir aus Zeitgründen leider nicht warten. Gemäß
interner Absprachen wird die Rückreise gestartet, wenn die 61km-Zeitnahme bei 7 Stunden ankommt. Da hätten wir noch weitere 60 bis 100 Minuten ausharren müssen, um allen
ein "Hallo" zukommen zu lassen.
Hier findet man die
"Ergebnisse"