Bolle fährt nach Berlin zum dortigen Ostermarathon, wo er zusammen mit Heiko um den Tegeler See laufen wird. Herr Fieburg ist nicht dabei und startet stattdessen
in Griebenow beim "76. Traditionellen Parklauf".
Um eine stressige An / Abreise zu vermeiden, wird in diesem Jahr in Berlin übernachtet: unweit der Kleingartensiedlung am Tegeler See findet man
das "Holiday Inn Berlin City-West", das Sauna und Frühstück bietet. Gebucht; Heiko und Bolle treffen sich bereits am Freitag und reisen mit Fahrrad an. Erstmalig, so meinen
die beiden, radelt man mit Laufgepäck bei einem Hotel vor. Check-In: die Sauna wird angeworfen und der erste 6er-Träger konsumiert.
Nach Hotel-Frühstück am Samstagmorgen wird zum Start geradelt, 10Uhr soll an der "Tegeler Brücke" losgelaufen werden.
Einige Bekannte, das wussten wir vorher, sind auch dabei: Alois, Particia, Sigrid Eichner und weitere Berliner der Laufszene. Etze, der frühere Gastgeber dieser Veranstaltung,
wird mit Günter Hallas, dem ersten "Berlin Marathon" -Sieger von 1974, gesehen.
Günter Hallas und Etze, 2 Berliner Urgesteine
Heiko ist zum ersten Mal beim Ostermarathon zugegen; die Ausgabe der Unterlagen erfolgt schnell und ohne Komplikationen. Es dürfen maximal 100 Sportler starten, in diesem
Jahr sind aber deutlich weniger Leute am Start. Schade, denn es handelt sich hier um ein wirklich exklusives Event mit toller Laufstrecke.
Ausgabe der Startunterlagen am Vereinsheim in der Kleingartensiedlung HoKa IV
Für Heiko und Bolle steht fest: heute wird gemütlich gelaufen. Auf der Strecke gibt es einige Highlights: neben Wasserblicken allerorten wird ein Stück Mauerweg belaufen.
Bei Kilometer 29 steht ein Biergarten im Wald, da kann man bei Bedarf einkehren. Aufgrund der Teilnahmen in der Vorjahren ist uns die Strecke in allen Details bekannt. Aber
erst noch ein kleines Gruppenfoto mit Patricia.
kurz vor dem Start: Gruppenfoto
Es wird gelaufen ...
Langsam starten, dann ein bissl forcieren und möglichst "normal" die erste Hälfte absolvieren.
Sigrid Eichner, so wurde beim Start berichtet, wäre 2 Stunden vor der Zeit gestartet. Nicht vergessen: Sigrid ist Jahrgang 1940 und hat weit über 2000 Marathons auf der Uhr.
Wir werden Sigrid noch vor Hennigsdorf erreichen, mitten auf dem Mauerweg. Sie hat leicht Schlagseite nach links, das erkennt sie aber selbst. Wir unterhalten uns kurz, laufen
dann weiter zum nächsten Zwischenziel "Biergarten".
Hier ein Blick auf die Streckenführung um den Tegeler See:
Streckenplan bei garmin.com
Am Mauerweg kann man Infotafeln studieren zum Grenzverlauf, Mauerbau und Opfern der Grenzteilung. Am "Grenzturm Nieder Neuendorf" stehen die Türen offen und so steigen
Heiko und Bolle nach oben. In den Vorjahren war das Ding immer geschlossen, nun kann man also auch mal von oben auf den damaligen Grenzverlauf schauen.
Kurze Zeit später kommt bei Kilometer 29 das "Jagdhaus Spandau", hier wird Bier bestellt und ca.15min im Biergarten verweilt.
Ab "nach Hause"; bissl laufen, bissl gehen. Leider wird die 5 Stunden gerissen, aber das ist heute nicht relevant.
Es gibt eine Medaille, viel Nahrung und Getränke: Bier und Sekt, Heiko und Bolle schlagen so richtig zu. Irgendwann kommt auch Sigrid an und wird abgefüllt.
Während der Start / Zielbereich abgebaut wird, wandern immer neue Sektflaschen über die Tische. Es wird schon gelallt ...
Für Heiko und Bolle geht es per Rad zurück zum Hotel und sofort mit Bier in die Sauna. Ein schöner Tag.
Nachtrag zum Bericht:
beim Schreiben dieser Zeilen lese ich zufällig, dass Günter Hallas verstorben ist. Kaum zu glauben, da wir ihn gerade noch beim Ostermarathon gesehen haben. Schade schade ...
der erste Sieger beim Berlin-Marathon: "Einen Kilometer vor dem Ziel hing ich am Streckenrand im Zaun"